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Mit der Neugestaltung der Website von Müller Yachtservices, wurde nun auch ein Blog eingerichtet, über den Interessierte viel über die Seglerei erfahren können.
Wir freuen uns über jede Art von Anfragen, Anregungen und Informationen, wollen aber auch auf Ihre Reaktionen über diverse Artikel näher eingehen und so diesen Blog als informatives Medium ins Netz stellen.
Endlich kanns losgehen. Wir haben unseren neuen Liegeplatz gefunden, und zwar in Südfrankreich!
Am 25. Juli gehts los. Flug nach Aegina, 1-2 Tage letzte Arbeiten am Schiff und am 28. Juli gehts durch den Kanal von Korinth in den Golf von Patras. Törnlänge: 1100 SM, geplante Ankunft in Marseille 12. August Törnbericht folgt!
Das Rigg ist der Antrieb unserer Segelyacht und kann für uns lebenswichtig oder auch überlebenswichtig sein.
Erfahrungsgemäß werden die meisten Riggs, egal ob am heimischen See oder im Mittelmeer, kaum oder nur sehr selten überprüft und gewartet.
Meisten stimmt die Spannung der Wanten und Stagen nicht und der Mast krümmt sich falsch oder steht schief. Ein paar sogenannte Fleischhaken an den Drahtseilen sind meist harmlos, sollten aber wegen der Verletzungsgefahr und zur Schonung der Segel entfernt werden. Oft kommt es auch zu Schäden am Vorstag, weil die Seilführung des Vorfalls nicht stimmt, am schlimmsten und gefährlichsten ist aber die Korrosion an verdeckten Stellen und an den Terminals, aber auch Abnutzung und Brüche an den Beschlägen und Püttingen.
Niemand oder nur ganz wenige würden bei ihrem Auto so nachlässig sein, obwohl der Motor bei schlechter Wartung meist einfach nur stehenbleibt.
Ein mangelhaftes Rigg bedeutet aber für den Skipper und die Crew höchste Lebensgefahr und den möglichen Verlust der Yacht und dem Besitzer könnte von der Versicherung grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden, wenn es zu so einem Fall kommt.
Wer schon einmal einen Mastbruch erlebt und überlebt hat, weiß wovon ich hier rede. Bricht zum Beispiel das Vorstag bei 6 Knoten Fahrt, hart am Wind, kommt der Mast in Sekundenbruchteilen herunter, wobei niemand eine Chance hat irgendwie zu reagieren.
Ich selbst stand in so einem Fall am Steuer einer 29 Fuß Yacht und konnte den Mast nicht fallen sehen. Das ging viel zu schnell. Ich merkte nur, dass mich etwas am Ohr streifte (das Achterstag) und irgendwas passiert war. Erst nach einigen Sekunden merkte ich, was eigentlich geschehen war. Wir hatten Glück, daß niemand an der Backbordseite im Cockpitt saß, denn diese wurde teilweise vom Mast getroffen. Wir konnten mit vereinten Kräften die Segel aus dem Wasser bergen und den Mast an Backbord festbinden, um zu verhindern das uns das Masttop ein Loch in die Bordwand schlägt. Unter Motor erreichten wir den nächsten Hafen.
Ursache des Unglücks: Rigg über zehn Jahre nicht gewartet!
Ich möchte Ihnen damit keine Panik machen, es ist aber eine Tatsache, daß die meisten Mastbrüche nicht durch Überlastung wegen zu großer Segelflächen, sondern durch nicht entdeckte Beschädigungen und falschen Trimm des Riggs geschehen.
Eine gründliche Überprüfung Ihres Riggs dauert nur ein bis zwei Stunden und verursacht in Verbindung mit anderen Wartungsarbeiten an Ihrer Yacht kaum zusätzliche Kosten.
Für Ihre Sicherheit und die Ihrer Crew. Außerdem erhöht ein richtig getrimmtes Rigg den Spaß am Segeln erheblich!
In diesem Sinne…!
Mit seemännischem Gruß!
Ihr Yachtservice
Die meisten Yachten und Boote befinden sich nun im Winterlager und kaum jemand macht sich jetzt schon Gedanken, was vor der nächsten Saison noch alles zu tun ist.
Für die meisten fällt der Startschuß mit der „Boot Tulln“.
Ein paar Tage vorher beginnen wir zu überlegen, was wir für die nächste Saison noch alles brauchen und holen dann auf der Messe die jeweiligen Angebote ein. Ein Bugstrahlruder wäre nicht schlecht, oder eine Standheizung, weil der erste Törn ja schon im April stattfinden soll. Ein neuer Kartenplotter oder Fishfinder, Navtex, Gps, Radaranlage, neue Segel, zusätzliche Blöcke und Klampen, die Relingseile sind auch nicht mehr die Besten, tja und ist eingentlich das Rigg noch in Ordnung?
Ja, da kommt eine Menge an Arbeit und Ausgaben auf einen zu und alles soll bis zum 10. April fertig sein, denn da soll es ja schon wieder auf See gehen.
Wenn´s Ihnen so oder so ähnlich geht, dann brauchen Sie im März jemanden der zaubern kann, denn die Service Leute sind gerade zu dieser Zeit ausgelastet.
Natürlich versucht man das Unmögliche, alles bis zum Termin fertig zu machen, doch die Aufträge müssen der Reihe nach bearbeitet werden, das benötigte Material ist nicht immer sofort lieferbar und auch andere unvorhersehbare Umstände können die termingerechte Fertigstellung Ihrer Yacht verhindern!
Überlegen Sie deshalb schon jetzt, was alles vor der Einwasserung zu tun ist, denn nun ist noch genügend Zeit um alles in Ruhe anzugehen.
Ein seriöser Servicebetrieb wird es Ihnen danken, und Ihnen für´s Material bereits einen „Messerabatt“ gewähren, die Arbeiten sorgfältig planen und ausführen und problemlos bis zum Termin fertiggestellt haben.
Ihr Yachtservice Betrieb
Schweren Herzens werden wir mit unserer Yacht Mosxoula Griechenland verlassen. Grund ist das nicht vorhandene Angebot an Wasserliegeplätzen für Dauerlieger. Auch das schlechter (teurer) gewordene Flugangebot ist für unsere Entscheidung ausschlaggebend. Schade, denn die Küsten der Peleponnes sind ein hervorragendes Segelrevier.
Als wir vor sechs Jahren die Mosxoula gekauft hatten, war alles noch anders. Zwar gab es da schon im Großraum Athen an die 5000 Wasserliegeplätze zu wenig, wir hatten aber doch einen Platz ergattern können und zwar in der sogenannten Marina Aegina. Allerdings war der Platz nicht für uns reserviert worden, denn das ging nicht, wie man uns mitteilete. Es hieß, wer zuerst kommt, malt zuerst, sozusagen! Im Mai 2007, als wir nach dem Winter wieder ins Wasser gingen, waren plötzlich alle Plätze reserviert und kein einziger mehr frei. Das ganze lief verdeckt ab, denn nicht einmal unser Freund Wim, vom Aegina Marine Centre, hat davon etwas mitbekommen. Da dürften sich die Leute vom Hafenamt ein bischen was dazuverdient haben, gemilde ausgedrückt.
Das hieß jetzt für uns, nach jedem Törn die Mosxoula wieder herausheben und in der Kanonis Ship Yard an Land stehen lassen. Das würde ja nichts ausmachen, wenn man nur einmal im Jahr einen ausgedehnten Segelurlaub machen will, aber wenn man 2 bis 3 mal im Jahr das Schiff raus und reinheben muß, wird die Sache fad und auch ganz schön teuer, bei € 400 für einmal raus und rein.
Tja, es gibt da wohl im Moment keine andere Möglichkeit für uns, als Hellas wieder zu verlassen. Wohin ist noch nicht ganz klar, aber sicher nicht nach Kroatien!
Falls jemand weiß, wo man in Griechenland, Frankreich oder auch in Italien günstig liegen kann, sollte er uns das bitte mitteilen.
Kontakt: siegfried.mueller@liwest.at